Mit Freundinnen auf jeden Fall. Wobei es ganz wenige Freundinnen gibt, die selber Kinder bekommen haben, mit denen ich durchgehend einen sehr guten Kontakt hatte. Die meisten sind dann irgendwann doch mit meinem Thema unerfüllter Kinderwunsch nicht klar gekommen oder ich bin nicht mit ihnen klar gekommen, wie auch immer. Da war dann irgendwas, dass die Lebenswelten so unterschiedlich wurden. Und spätestens wenn ich dann die Betreuung der Schwangerschaft abgelehnt habe, weil mir das dann wirklich zu nah war, ist da was zerbrochen. Das war so meine Grenze, dass ich dann Freundinnen äußerst selten betreut habe. Nur wenn ich genau wusste, mit der Freundin kriege ich das hin. Bei vielen habe ich es nicht hingekriegt. Ich habe dann immer eine nette Kollegin vermittelt und auch gerne mal eine zweite Meinung abgegeben oder was Akutes beantwortet, aber die gesamte Betreuung zu übernehmen war mir zu wen, zu viel. Das konnte ich mir nicht antun, das wäre Selbstkasteiung gewesen.
Ich hatte weniger als eine Handvoll Freundinnen, die die ganze Zeit da waren, mit denen ich immer offen reden konnte und die selbst Kinder bekommen haben. Das waren Frauen, die sehr reflektiert mit Elternsein umgegangen sind. Die auch über die weniger schönen Seiten des Elternseins sprechen konnten. Und die immer ein offenes Ohr für mich und meine Themen hatten. Die auch andere Themen zulassen konnten als Kinderthemen.
Darüber hinaus habe ich auch im Rahmen einer systemischen Beratung über meinen Kinderwunsch gesprochen, was sehr hilfreich war.